Jugend innovativ: Smarte Lösungen vor den Vorhang

Zum 39. Mal ging der österreichweite Schulwettbewerb „Jugend Innovativ“ über die Bühne. Die RNI stand wieder der Kategorie „Sustainability“ Pate.

Seit 1987 holt Jugend Innovativ die innovativen Leistungen von Schülern und Lehrlingen aus ganz Österreich auf die Bühne und zeigt, mit welchem Einfallsreichtum und Engagement die Teams an ihren Projekten arbeiten. Insgesamt wurden heuer 420 Projekte eingereicht, davon schafften es 35 in das Bundesfinale. Ausgezeichnet wurde in den Kategorien Design, Engineering I, Engineering II, Entrepreneurship, ICT & Digital, Science und Sustainability. Insgesamt wurden Preisgelder in der Höhe von mehr als 53.000 Euro vergeben. 

„Die Finalisten beweisen mit ihren Ideen unternehmerisches Denken, Kreativität und ein hohes Maß an Engagement. Solche Initiativen sind ein wichtiger Motor für zukünftige Gründungen und Innovationen“, betont Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws), die den Wettbewerb im Auftrag der Bundesministerien für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET), Bildung (BMB) sowie Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) abwickelt.

Am Weg ins Morgen

„Jugend Innovativ zeigt bemerkenswert, wie viel Kreativität, Ideenreichtum und Gestaltungswillen in den jungen Talenten unseres Landes steckt. Sie sind die Zukunft unseres Wirtschafts- und Technologiestandorts Österreich“, freut sich Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Start-ups und Tourismus im BMWET, über die Vielfalt der eingereichten Projekte. 

Und genau diese „neugierigen, motivierten Menschen, die selber forschen, entwickeln und gründen, braucht Österreich“, ist auch Christoph Wiederkehr, Bundesminister für Bildung, überzeugt, der zudem das Zusammenspiel von Unterricht, Engagement und praxisnahem Lernen unterstreicht.

„Mit ihren Projekten leisten die Teilnehmenden einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Standorts und geben wertvolle Impulse für die Praxis“, so Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, der den Finalisten weitere Unterstützung zusichert: „Wir werden euch am Weg ins Morgen begleiten.“

Strom für den Milchtank

Die Gewinnerprojekte reichen von einer smarten Frisbee über einen Leitfaden für barrierefreies Design bis hin zu einem Sensorikmodul für eine Kaffeetasse zur Tremor-Messung. In der Kategorie Sustainability, die von der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative (RNI) als Kategorie-Patin unterstützt wird, schaffte es ein Projekt zur E-Mobilität in der Milchlogistik auf den ersten Platz. 

Leonhard Hauser und Cedrik Thalbauer, Schüler an der HTL Ried, haben die Vakuumpumpe und die Ansaugpumpe eines E-Milchsammeltransporters elektrifiziert. Dafür wurde der hydraulische Antrieb durch einen 4-kW-Elektromotor ersetzt. Ein eigens entwickelter Flansch verbindet nun die alte Kreiselpumpe mit dem neuen Motor. Die Energie für zwei ABB-Frequenzumrichter stammt direkt aus der Hochvolt-Schnittstelle des Fahrgestells des E-LKW. Durch die Anpassungen stieg der Wirkungsgrad der Pumpen von 60 auf 90 Prozent. Pro Fahrzeug und Jahr spart das rund 7.300 Liter Diesel und damit 20 Tonnen CO2

Die Jury hat dabei die sehr praxisnahe und anwendungsorientierte Herangehensweise besonders überzeugt, erklärt Jurysprecher und RNI-Geschäftsführer Robert Pichler: „Es wurden die Herausforderungen der E-Mobilität mit der Lösung eines ganz konkreten Problems kombiniert, mit dem Ergebnis, dass weniger Emissionen verursacht werden und ein Beitrag zum Lärmschutz geleistet wird. Das heißt, hier wurde die ökologische und die soziale Dimension der Nachhaltigkeit abgedeckt.“ 

Die Anmeldephase für die 40. Runde von Jugend Innovativ beginnt im Herbst und läuft bis 30. November 2026.

AusgabeRZ23-2026

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