Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2025 zurück und freut sich über eine gute Auslastung. So ist das Betriebsergebnis (EBIT) von 64,9 auf 84,5 Mio. Euro gestiegen, das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich im Vorjahr auf 54,7 Mio. Euro mehr als verdoppelt.
Die Schulden wurden halbiert und das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA sank auf unter 2. Der Umsatz erhöhte sich auf 1,43 Mrd. Euro (plus 9,4 Prozent) und erreichte einen neuen Höchststand. Der Auftragsbestand lag mit 2,35 Mrd. Euro und 110 neu geschaffenen Arbeitsplätzen in Österreich auf einem neuen Rekordniveau. Für 2026 wird ein Umsatz von 1,6 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von über 6 Prozent angestrebt.
Rosenbauer habe mit der erfolgreichen Kapitalerhöhung und der abgeschlossenen Refinanzierung seine finanzielle Basis gestärkt und damit wichtige Voraussetzungen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens geschaffen, hieß es. Das österreichische Investorenkonsortium, bestehend aus der Pierer-Gruppe, RLB Oberösterreich und dem Family Office von Mark Mateschitz, hat im März 2025 mit einer Beteiligung von 55 Prozent die Rosenbauer International AG mehrheitlich übernommen.
Rosenbauer erwirtschaftet rund ein Drittel seines Umsatzes in den USA, wo das Unternehmen an vier eigenen Standorten für den lokalen Markt produziert. Daher ist Rosenbauer in der Region nur indirekt von handelspolitischen Beschränkungen betroffen. Vorübergehende Marktunsicherheiten wirkten sich dennoch dämpfend auf die Nachfrage in Amerika aus. Der Auftragseingang lag mit 466,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 529,6 Mio. Euro. Der Nahe Osten mache lediglich unter fünf Prozent des Gesamtgeschäftes aus. Gleichzeitig würde in den Ländern dieser Region mehr in Zivilschutz investiert. Rund 50 Prozent des Umsatzes erzielt das Leondinger Unternehmen außerhalb Europas.
Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2025 371,0 Mio. Euro (2024: 208,1 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund der Kapitalerhöhung und des Gewinns nach Steuern auf 27,8 Prozent (2024: 16,6 Prozent). Gleichzeitig sank die Nettoverschuldung im Berichtsjahr deutlich auf 244,5 Mio. Euro (2024: 392,5 Mio. Euro).
Während Mitbewerber im Bereich Fahrzeugausrüstung auf den boomenden Rüstungsmarkt aufspringen, ist das für Rosenbauer kein Thema. Die Philosophie des Hauses sei „schützen und retten“. „Das ist der Kernwert von Rosenbauer, davon gehen wir nicht ab“, so Konzernchef Robert Ottel.








