RBI erhöht Addiko-Angebot

Der Bieterwettbewerb um die Wiener Addiko Bank, die auf Zentral- und Osteuropa spezialisiert ist, geht in die nächste Runde. Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihr freiwilliges öffentliches Angebot von ursprünglich 23,05 Euro auf 26,50 Euro (cum Dividende 2025) für sämtliche ausgegebenen und ausstehenden Aktien erhöht, teilte die RBI mit. Die Annahmefrist läuft von 14. Mai 2026 bis 22. Juli 2026.

Konkurrenz kommt von der slowenischen Nova Ljubljanska Banka (NLB), die ebenfalls an der Addiko Bank interessiert ist und 29,00 Euro je Aktie bietet. Die NLB setzt sich wie bereits bei ihrem Übernahmeversuch im Jahr 2024 wieder eine Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent. Bis 22. Juli haben die Aktionäre nun Zeit, sich für oder gegen dieses Angebot zu entscheiden. Beim Bieterkampf 2024 war die NLB an dieser hohen Annahmehürde gescheitert. Auch die RBI hat ihr Angebot an eine Annahmequote von 75 Prozent geknüpft.

Der erfolgreiche Abschluss des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots hätte einen anfänglichen Effekt von rund minus 46 Basispunkten (bei einer Annahmequote von 75 Prozent) auf die harte Kernkapitalquote des RBI-Konzerns ohne Russland, vorbehaltlich der Eröffnungsbilanz, so die RBI weiter. Im Fall des erfolgreichen Abschlusses des geplanten Carve-outs (Ausgliederung von Banktöchtern, Anm.) hinsichtlich der Addiko Bank a.d. Beograd (Serbien), der Addiko Bank d.d. Sarajevo und der Addiko Bank d.d. Banja Luka (beide Bosnien-Herzegowina) sowie der Addiko Bank A.D. Podgorica (Montenegro) wird der endgültige Effekt insgesamt voraussichtlich bei rund minus 11 Basispunkten liegen. apa/lov

AusgabeRZ21-2026

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