„Meilenstein“: Raiffeisen Continuum steigt bei Ceram ein

Die RBI-Tochter beteiligt sich mit einem Partner am steirischen Industriebetrieb Ceram Group.

Raiffeisen Continuum, Tochter der Raiffeisen Bank International (RBI), hat sich gemeinsam mit der Franz Mayr-Melnhof-Saurau Holding (FMMS Holding) mit 20 Prozent an der Ceram Group Holding und damit an der Ceram Austria GmbH (vormals Porzel­lanfabrik Frauenthal) beteiligt. Das Closing der Transaktion ist vorbehaltlich der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörde für das zweite Quartal 2026 geplant, teilte FMMS mit. 

Traditionsreiches Unternehmen

Ceram Austria produziert seit 105 Jahren innovative keramische Produkte und Systemlösungen für anspruchsvolle industrielle Anwendungen. Zum Produktportfolio zählen SCR-Katalysatoren zur Reduktion von Stickoxiden bei kalorischen Kraftwerken, Müllverbrennungsanlagen und industriellen Anlagen, mobile Anwendungen sowie keramische Wärmespeicher, die unter anderem in der Holz-, Chemie- und Automobilindustrie eingesetzt werden. Das 1921 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. 

„Diese Beteiligung ist ein bedeutender Meilenstein für Raiffeisen Continuum und unterstreicht unsere Stärke bei strategischen Partnerschaften. Mit der Ceram Gruppe legen wir den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit mit einem führenden österreichischen Technologieunternehmen“, betonte Boris Pelikan, Geschäftsführer von Raiffeisen Continuum.

Bekenntnis zum Standort

Christian Kögl, CEO und Eigentümer von Ceram Austria, spricht von einem „strategisch bedeutenden Schritt“: „Wir gewinnen nicht nur einen finanziell starken Gesellschafter, sondern vor allem einen unternehmerischen Partner, der unsere Werte, unsere langfristige Denkweise und unser klares Bekenntnis zum Standort Steiermark teilt.“  

Geplant sei, den Standort in der Steiermark weiter auszubauen und gezielt in Qualifikation, Technologie und Innovation zu investieren. Die bestehende Geschäftsführung wird Ceram Austria dabei weiterhin eigenständig führen und die strategische Weiterentwicklung gemeinsam mit dem neuen Gesellschafter gestalten. 

„Unser Ziel ist es, nachhaltig zu investieren, Wachstum zu ermöglichen und Innovationen im Umweltschutz gezielt voranzutreiben“, so Rupert Zieseritsch, Generaldirektor der FMMS.

AusgabeRZ09-2026

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